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Magenbypass

Magenbypass (RNY)

Ein Magen-Bypass stellt einen massiven operativen Eingriff mit entsprechenden Risiken dar. Er kommt vor allem dann in Frage, wenn das Übergewicht vorwiegend auf übermässigen Konsum von Flüssigkeiten (z.B. Soft Ice) und besonders süssen Getränken zurückzuführen ist. Ein Magenballon oder Magenband ist hier oft wirkungslos.

Beim Magen-Bypass wird das Magenvolumen mit Hilfe einer Heftnaht (Pouch) reduziert und der Magen in zwei Teile ohne Durchgang getrennt: Es verbleibt ein kleiner Magen am Ende der Speiseröhre. Der grosse Restmagen wird umgangen (engl.: «Bypass») und hat keine Speicherfunktion mehr. Anschliessend wird der Dünndarm an einer Stelle durchtrennt und direkt mit dem kleinen Magen verbunden. Mit der Umleitung gewisser Magensäfte wird zudem die Fettverdauung auf rund 60 Prozent reduziert: Das restliche mit der Nahrung aufgenommene Fett wird unverdaut ausgeschieden.


Ein Magen-Bypass führt aber nicht nur zu einem früheren Sättigungsgefühl und zu einer reduzierten Nahrungsaufnahme und -verdauung: Mit Süssigkeiten und süssen Getränken kann auch ein «Dumping-Syndrom» ausgelöst werden. Dessen unangenehme Symptome – Übelkeit, Erbrechen Durchfall etc. – verleiden dem Patienten nachhaltig den Konsum von Süssigkeiten.

Bei einem BMI über 50 kommt häufig der «Bilopankreatische Bypass» (Bilopancreatic diversion, BPD) zum Einsatz. Er weist eine gewisse Ähnlichkeit mit dem oben skizzierten Magen-Bypass auf, ist aber ein noch extremerer operativer Eingriff: Er kombiniert eine Magenverkleinerung durch Schlauchmagenbildung mit einer noch ausgeprägteren Mangelverdauung.