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Adipositas ist ein weltweit verbreitetes Problem.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert die morbide Adipositas (BMI > 40) als Krankheit und erklärte sie zu der Epidemie des 21. Jahrhunderts.¹

Auch in Deutschland haben wir zunehmend mehr adipöse Menschen mit gesundheitlichen, psychischen und gesellschaftlichen Problemen. In Deutschland sind 40% der Bevölkerung präadipös (BMI 26-30), 20% haben eine Adipositas Grad I/II (BMI 31-40) und 2% eine Adipositas Grad II (BMI >40). Dies sind nach Berichten der deutschen Gesellschaft für Adipositas rund 800.000 Bundesbürger. Eine Steigerung dieser Werte von 1% pro Jahr ist bekannt.

Neben der sozialen Isolation² steht Übergewicht im engen Zusammenhang mit chronischen Hüft-, Knie-, Fuß- und Rückenbeschwerden, Diabetes, Bluthochdruck, Herzerkrankungen, erhöhte Blutfettwerte, Störung des Hormongleichgewichts, Gallensteine, Schlafapnoe, Unfruchtbarkeit, erhöhtes Krebsrisiko und einer Vielzahl weiterer Risiken, die die Lebensqualität stark beeinträchtigen können.³ In Deutschland werden ca. 15-20 Milliarden Euro für die Behandlung adipositasabhängiger Komplikationen (vor allem Typ II Diabetes, unter Anrechnung der AU/Berentung) ausgegeben.

Nach dem Tabakkonsum ist die Adipositas die zweitwichtigste vermeidbare Todesursache.

Es besteht kein Zweifel, dass die Behandlung der morbiden Adipositas sowohl für den Patienten, als auch für die gesellschaft notwendig ist. Auch soziale Demütigungen können ebenso belastend und beschämend sein und ernste psychische Auswirkungen haben. Gleiches gilt für das permanente Gefühl des Scheiterns, das viele Adipöse permanent erleiden.

Langfristige Studien zeigen, dass extrem adipöse Menschen durch Diäten und Bewegung im Durchschnitt nur eine Gewichtsreduktion von 8-10% erzielen. 4
Von noch großerer Bedeutung ist, dass nach anderen Studien bei 96% der Adipositas bedingten Gesundheitsschäden, wie Rückenschmerzen, Schlafapnoe, Bluthochdruck, Diabetes und Depression nach einer dauerhaften Gewichtsreduktion eine deutliche Besserung oder gar eine vollständige Heilung eintrat. 5

Aus diesem Grund hat das amerikanische Institut für das Gesundheitswesen (National Institute of Health) erklärt, dass allein die chirurgische Behandlung der Adipositas nach dem Versagen sonstiger Behandlungsmethoden eine wirksame Behandlungsform für eine langfristige Gewichtsreduzierung darstellt.

Wir möchten dafür kämpfen, dass auch in Deutschland die chirurgische Bekämpfung der Adipositas als Ulitma-Ration, also als letzte Möglichkeit der Bahandlung, anerkannt wird. Auch heute noch, wird in Deutschland lieber in die Verwaltung der Folgeerkrankungen, anstatt in die Bekämpfung der morbiden Adipositas an sich investiert, so dass selbst Menschen mit 200kg Körpergewicht, oder mehr, um langwierig um Hilfe kämpfen müssen. Schlimmstenfalls jahrelang vor dem Sozialgericht.

Wir möchten daran aktiv mitwirken, dass Ärzte und Gesundheitsverbände einen anderen Blick auf die Notwenidigkeit bekommen. Wir möchten Selbsthilfgruppen unterstützen und schulen, damit sie noch besser und effektiver - direkt vor Ort - helfen können.

Dazu möchten wir alle Kräfte bündeln, von Patienten, Ärzten und Therapeuten.


1: World Health Organisation. Obesity: preventing and managing the global epedemic. Geneva: World Health Organisation, 2000. Technical report seriens no. 894./The International Obesity Task Force and "Globesity": Deitel M., Obes Surg 2000; 12:613-14.
2: ASBS: Surgery for morbid obesity: What patients should know, Toronto: FD-Communications Inc., 2000
3: Kopelman PG: Obesity as a medical problem. Nature 2000; 404:635-43
4: ASBS:"Rationale for the Surgical Treatment of Morbid Obesity",
www.asbs.org
5: National Institutes of Health. "Gastrointestinal Surgery for Severe Obesity"
www.nih.gov